Umweltschutzpolitik und social networking

WWF-Aktion „Wir sind der Schwarm“

Wenn Gruppen zwischen 20 und 100 Jugendlichen, zumeist aus naturwissenschaftlichen Oberstufenkursen, sich dazu entscheiden bei der Durchführung eines Blauen Studienfachprogrammes Meeresbiologie Ozeanographie und Ökologie während ihrer Klassenstudienfahrten ein- oder mehrtägige Freiwilligeneinsätze für Natur und Umwelt einzuplanen, so ist dies für uns immer wieder mit hohem Organisationsaufwand verbunden. Man sollte es kaum glauben, aber es ist alles andere als einfach die hochmotivierten jungen Leute wirklich zum Einsatz zu bringen  – sowohl auf regional-lokaler als auch auf Bundes- oder Landesebene bremsen überbürokratisierte Strukturen und teilweise auch schlichte Uninteressiertheit das freudige Engagement aus und auch bei national und international agierenden Tier- und Naturschutzorganisationen läuft unter „Mitmach-Aktion„oft nur ein Spendenaufruf oder das Angebot für eine Tier- oder Baumpatenschaft – sicherlich ebenfalls, aber eben nicht einzig sinnvoll.

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Jedes Jahr haben wir hunderte von Teilnehmern an unseren Programmen die sich bei Aktionen von Flurbereinigungen, Strandsäuberungen, Bestandsaufnahmen, Renaturierungsarbeiten, Bau von Hege-, Pflege – und Bruteinrichtungen, Aufforstungsarbeiten oder Tierzählungen und auch im urbanen Bereich für Instandhaltungsarbeiten an Grünflächen,Parkanlagen und in sozialen Flächen beteiligen möchten und selbstverständlich werden wir auch 2013 unser Bestes geben, dies zu organisieren und geeignete Partner hierzu zu finden.

BLUEWORK soll natürlich nicht nur an ein oder zwei Tagen im Jahr stattfinden – ein tolles Beispiel dafür, wie man sich auch als social networker sinnvoll in die community für den Erhalt von Natur und Umwelt einsetzen kann, ist die aktuelle Aktion des  WWF „Wir sind der Schwarm“. Aktuellen Zahlen zufolge sind die europäischen Fischbestände im Jahr 2022 leergefischt, wenn die Politik hier nicht sofort einschreitende Maßnahmen ergreift. Politik ist nicht nur die Entscheidung einiger weniger – so auch das Motto „Wir sind der Schwarm“.

Sich aktiv an politischer Arbeit zu beteiligen war vielleicht noch nie so leicht wie heute – also hier der link zum WWF – BITTE WEITERSAGEN!: http://schwarm.wwf.de/#footer

 

Erlebnispädagogik im Einsatz für Natur und Umwelt

Das Meer als ausserschulischer Lernort

 

nur Ausschnitt eines riesigen Systems

auch kleine Fische brauchen Schutz

Mehr als 71 Prozent des blauen Planeten Erde werden von Wasser bedeckt. Junge Menschen, die nicht gerade auf Sylt, Rügen oder hinterm Deich leben oder nicht gerade aus Brasilien eingewandert sind und eine Vorstellung davon haben, was es bedeutet mitanzusehen, wie Quadratkilometer von jahrtausende altem Urwald-Baumbestand mit allem was darin lebt täglich gerodet und verödet wird, haben nur wenig direkten und erlebnispädagogischen Zugang zu unserem faszinierenden und gleichermassen bedrohten Ökosystem und seiner Artenvielfalt.

Die Bedeutung von Klimaschutz, Klimakatastrophe wird uns Kontinental-Europäern im Alltag ohnehin kaum vor Augen geführt und bewusst; die von vielen Umwelt- und Artenschutzorganisationen geforderte Sensibilisierung für dieses globale Anliegen, ist unser  Auftrag.

Unser AEAN + Co ist ein Kooperationsnetzwerk mit Schutzstationen, Behörden, Fachinstituten von Universitäten, Forschungsstationen, Meeresbiologischen Instituten, Umweltpolitischen Projekten und Artenschutzorganisationen mit denen wir unsere Programmreihe Blaue Studienfachprogramme Meeresbiologie und Ökologie, BLUEWORK-volunteering, MUSCHELSUCHER Umwelt-und Erlebnispädagogik entwickelt haben und immer weiter entwickeln für immer neue Regionen – ab 2013 voraussichtlich auch für Costa Rica, Canada, Namibia und Ägypten.

Wir bringen sogar das Meer an die Schulen: Als Vorbereitung für jedes dieser Programme stellt einer unserer Kooperationspartner einen Referenten mit Fach- und Filmvortrag  – aktuell zum Beispiel „Haie als Topjäger und ihre Bedeutung im marinen Ökosystem“/shark project.

Das Meer als ausserschulischer Lernort hat auf die Schülerinnen und Schüler eine unschlagbare Anziehung und dies machen wir uns zu eigen um das hier geforderte Bewusstsein für die Gestalter und Konsumenten von morgen zu schaffen: Im Labor, bei Wasseruntersuchungen, in Referaten, Schnorchelgängen und selbst durchgeführten Untersuchungen erworbenes Wissen steht hier in Verbindung mit der sicherlich beeindruckenden weil emotionalisierenden Begegnung mit faszinierenden Tieren wie Walen, Delphinen, Haien oder Meeresschildkröten. An manchen Orten vermitteln wir sogar Patenschaften für eines der bedrohten Tiere – nachfolgende Klassen können dann das Patentier ihrer Schule alljährlich besuchen.

Wir wollen zeigen, wie Jugendliche sich für Umwelt- und Artenschutz einsetzen können in Verbindung mit dem Erwerb unterrichtsbezogener Inhalte, mit outdoor-Aktivität und immer mit sehr viel Spass und Freude.

einen sonnigen Tag 🙂 bis zum nächsten blog