Bienen in der City – urban farming!

Aktiv für Bienenschutz

Es häufen sich die Meldungen, dass ein zunehmendes Massensterben unter Bienenvölkern weltweit zu verzeichnen ist. In Deutschland liegt diese Rate bei über 30 Prozent!
Agrar-Forscher führen das Bienensterben erstrangig auf den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft (Imidacloprid, Thiamethoxam, Clothianidin, Fipronil, Chlorpyriphos, Cypermethrin und Deltamethrin und auch Neonicotinoide – die nun lt. EU-Beschluss zumindest für die nächsten zwei Jahre nicht bzw. nur stark eingeschränkt genutzt werden dürfen) und auf die zunehmende Verbreitung der höchst aggressiven Varroa-Milbe zurück.

Davon ausgehend dass in Deutschland 52,4 Prozent der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt werden (und davon wiederum 60 Prozent zur Futtermittelherstellung)
wir 30,1 Prozent Waldfläche und 13,3 Prozent Siedlungsfläche (Rest: 2,4 Wasserfläche und 1,8 Prozent „sonstiges“ wie z.B. Abbauflächen) so ist schnell übersichtlich dargestellt,
wieviel Verantwortung bezüglich Natur- und Umweltschutz in Händen der Agrarwirtschafter liegt.

Über 90 Prozent der weltweiten Lebensmittel werden aus rd. 100 verschiedenen Nahrungspflanzen hergestellt -davon werden über 70 Prozent von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen bestäubt! Ein Bienenvolk fliegt an EINEM TAG mehrere Millionen Blüten an! Dass Blütenbestäubung von Menschenhand zwar möglich aber sicherlich nicht annähernd so effizient sein kann, liegt auf der Hand.

Natur- und Artenschutzorganisationen fordern dringend:
1. Mehr Investition in die Entwicklung und Erforschung ökologisch-nachhaltiger Landwirtschaft
2. Verbot von insekten- und bienenschädlichem Pestizid

Getreu unserem Motto „Wir sind der Schwarm!“  hier unsere Tipps wie jede/r zum Schutz der Bienen aktiv sein und werden kann:

1. Erhöht die Biodiversität in dem Umfeld in dem Ihr wohnt – sät Wildblumen auf Balkonen, Terrassen, in Gärten und Parks, auf Freiflächen oder Flachdächern und auf Schulhöfen – überall!
2. Kauft Lebensmittel die ökologisch-nachhaltig produziert wurden – und am besten aus Eurer Region
3. Esst, was zur Jahreszeit passt, wer braucht schon Erdbeeren zu Weihnachten ?? 🙂
4. baut ein Bienenhaus und stellt es irgendwo auf
5. Pflanzt auf Terrassen und Balkonen und in Gärten eine Blumenvielfalt möglichst einheimischer Arten und achtet darauf, dass in jedem Monat etwas blüht, sodass
Bienen in jedem Monat bei Euch etwas zu fressen finden
6. Verwendet keine bienenschädlichen Schädlingsbekämpfer und Düngemittel
7. Stellt eine Vogeltränke auf – auch Bienen haben Durst
8. Berichtet anderen über das Bienensterben! Sag es deinen Freunden!
9. Beteiligt Euch an sinnvollen Kampagnen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zum Schutz der Bienenvölker – gleicht jetzt zu Greenpeace auf die
homepage und mitmachen: https://service.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/mitmach_aktionen/aktion/protest_e_mail/petition_fuer_bienenschutz/#protest_e_mail
10. verschenkt mal Seedballs bei nächster Party-Einladung

… und : Von Bienen kann man eine Menge lernen – schaut mal hier:

Projekt HOneyBeeOnlineStudies

Bienenforschung Uni Würzburg – nachhaltige Bildung

Erlebnispädagogik im Einsatz für Natur und Umwelt

Das Meer als ausserschulischer Lernort

 

nur Ausschnitt eines riesigen Systems

auch kleine Fische brauchen Schutz

Mehr als 71 Prozent des blauen Planeten Erde werden von Wasser bedeckt. Junge Menschen, die nicht gerade auf Sylt, Rügen oder hinterm Deich leben oder nicht gerade aus Brasilien eingewandert sind und eine Vorstellung davon haben, was es bedeutet mitanzusehen, wie Quadratkilometer von jahrtausende altem Urwald-Baumbestand mit allem was darin lebt täglich gerodet und verödet wird, haben nur wenig direkten und erlebnispädagogischen Zugang zu unserem faszinierenden und gleichermassen bedrohten Ökosystem und seiner Artenvielfalt.

Die Bedeutung von Klimaschutz, Klimakatastrophe wird uns Kontinental-Europäern im Alltag ohnehin kaum vor Augen geführt und bewusst; die von vielen Umwelt- und Artenschutzorganisationen geforderte Sensibilisierung für dieses globale Anliegen, ist unser  Auftrag.

Unser AEAN + Co ist ein Kooperationsnetzwerk mit Schutzstationen, Behörden, Fachinstituten von Universitäten, Forschungsstationen, Meeresbiologischen Instituten, Umweltpolitischen Projekten und Artenschutzorganisationen mit denen wir unsere Programmreihe Blaue Studienfachprogramme Meeresbiologie und Ökologie, BLUEWORK-volunteering, MUSCHELSUCHER Umwelt-und Erlebnispädagogik entwickelt haben und immer weiter entwickeln für immer neue Regionen – ab 2013 voraussichtlich auch für Costa Rica, Canada, Namibia und Ägypten.

Wir bringen sogar das Meer an die Schulen: Als Vorbereitung für jedes dieser Programme stellt einer unserer Kooperationspartner einen Referenten mit Fach- und Filmvortrag  – aktuell zum Beispiel „Haie als Topjäger und ihre Bedeutung im marinen Ökosystem“/shark project.

Das Meer als ausserschulischer Lernort hat auf die Schülerinnen und Schüler eine unschlagbare Anziehung und dies machen wir uns zu eigen um das hier geforderte Bewusstsein für die Gestalter und Konsumenten von morgen zu schaffen: Im Labor, bei Wasseruntersuchungen, in Referaten, Schnorchelgängen und selbst durchgeführten Untersuchungen erworbenes Wissen steht hier in Verbindung mit der sicherlich beeindruckenden weil emotionalisierenden Begegnung mit faszinierenden Tieren wie Walen, Delphinen, Haien oder Meeresschildkröten. An manchen Orten vermitteln wir sogar Patenschaften für eines der bedrohten Tiere – nachfolgende Klassen können dann das Patentier ihrer Schule alljährlich besuchen.

Wir wollen zeigen, wie Jugendliche sich für Umwelt- und Artenschutz einsetzen können in Verbindung mit dem Erwerb unterrichtsbezogener Inhalte, mit outdoor-Aktivität und immer mit sehr viel Spass und Freude.

einen sonnigen Tag 🙂 bis zum nächsten blog

Umweltpädagogik als Schülerwettbewerb

Ideen für BLUEWORK im Alltag

Umweltaktivismus kann überall und jederzeit stattfinden – wenn man sich die Entwicklung der strategischen Unternehmenskooperationen zum Beispiel des WWF ansieht, wird einem schnell bewußt, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich für Natur und Umwelt zu engagieren!

Wir alle sind als Konsumenten täglich in der Rolle als Entscheider – unsere Nachfragekultur regelt Markt und Angebot – doch über die Herstellung von Lebensmitteln, über Herkunft, Zucht und Anbau und auch über die Bedingungen der in diesem Bereich arbeitenden Menschen wissen wir im Allgemeinen viel zu wenig.

Augen auf beim Fischkauf

Augen auf beim Fischkauf © Michael Diefert / PIXELIO

 

In unserer Reihe BLUEWORK-volunteering organisieren wir deshalb nicht nur Einsätze zur Strandreinigung an internationalen Küstenregionen, in der Biotoppflege oder in Artenschutz-/monitoring-Projekten, sondern geben gerne Anregungen zur Planung unterrichtsbegleitender und „alltagstauglicher“ BLUEWORK-Projekte wie zum Beispiel:

Schau drauf was drin ist! – nachhaltig einkaufen und gesund essen

Firmen wie beispielsweise Edeka verpflichteten sich, auf das Angebot von Fischprodukten, welche aus nicht-nachhaltigem Fang oder nicht-nachhaltiger Zucht stammen, zu verzichten. Der Käse-Hersteller Adler-Edelcreme unterstützte das Alpenschutzprogramm des WWF welches unter anderem die Wiederansiedlung von heimischen Luchsen zum Ziel hatte. Das Unternehmen Costa Meeresspezialitäten unterzeichnete den Global Compact der Vereinten Nationen und erklärt damit offiziell seinen Willen, sich in Zukunft auf ökologische und soziale Standards zu verpflichten. Danone, der weltweit grösste Hersteller von Milchprodukten engagiert sich für den Anbau von gentechnikfreiem Mais und stellt als erste grosse Joghurtmarke bei der Herstellung von Bechern auf den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen um – hier werden nun 43 % weniger fossile Rohstoffe verbraucht und die Klimabilanz fällt um 25 % positiver aus! Das innovativste Konzept zum Thema „Transparenz und Nachhaltigkeit“ bietet mit Sicherheit die Firma followfish mit ihrem online-tracking-System kann jeder Käufer genau nachverfolgen, woher der Fisch kam, der verpackt hier vor ihm liegt. Das Regenwald-Projekt der Brauerei Krombacher brachte 4 Mio. Euro zum Schutz des Waldes im Kongobecken und das Gebiet hat seit 01.Juli 2012 nun als WWF-Projektregion den Weltnaturerbe-Status. Die Reihe lässt sich vielfältig fortführen und in unserer online-vernetzten Welt, haben wir nicht nur im Supermarkt um die Ecke und auf dem Wochenmarkt die Möglichkeit,  entsprechende Fragen nach Herkunft und Herstellung zu stellen, sondern können selbst über international handelnde Lebensmittelkonzerne im Internet erfahren, was wir wissen möchten…

nachhaltig einkaufen

nachhaltig einkaufen © Thorben Wengert / PIXELIO

 

Bei unserem Projekt „schau drauf was drin ist!“ geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler sich sich sowohl online als auch am lokalen Markt informieren über Zertifikate die im Zusammenhang mit Projekten der Nachhaltigkeit vergeben werden, über bestehendes Angebot; sie sollen eine Übersicht der Zertifizierungen recherchieren und informativ dokumentieren und schliesslich einen Wochen-Einkaufsplan erstellen, der selbst ein Zertifikat „einwandfrei nachhaltig“ verdient hat!  In Kürze  wird  ein Wettbewerb ausgeschrieben – gewinnen wird die Schulklasse, die die informativste und beste Website zum Thema „schau drauf was drin ist!“ präsentiert.

Wenn Ihr unter http://klassenfahrten-fachprogramme.de/ den newsletter bestellt, informieren wir Euch rechtzeitig zum Start des Wettbewerbes!

www.hypersmash.com

Unsichtbare Umweltverschmutzung und Artenschutz

Alles eine Frage der Orientierung

Seit einiger Zeit ist erwiesen, dass Unterwasserlärm von Schiffsverkehr, Bohrinseln und Hochseebaustellen wie etwa zur Errichtung von Offshore-Windanlagen dazu führen, dass die Orientierung der Meeressäuger empfindlich gestört wird. Sowohl die dramatisch zugenommenen Walstrandungen als auch der starke Rückgang in der Population der Schweinswale, deren hauptsächliches Fortpflanzungsareal in der westlichen Ostsee liegt, sind hierauf zurückzuführen.

Im Rahmen unserer Reihe der Blauen Studienfachprogramme Meeresbiologie und Ökologie bieten Exkursionen zum Thema „Marine Bioakustik“ hier aufschlussreiche Informationen und machen deutlich, dass wir Lärm als Umweltverschmutzung massiv unterschätzen und über die Herkunft der sog. „grünen Energie“ differenzierter nachdenken sollten. Alleine der Kauf „grüner Energie“ kann das ökologische Gewissen nicht entlasten: Es muss in der Hauptsache auch immer darum gehen, überhaupt weniger Energie zu verbrauchen.

Delfine des Mittelmeeres

Delfinschule im PELAGOS-Schutzgebiet © V.Plack / PIXELIO

In Regenbogenforellen haben nun Forscher der Ludwig Maximilians Universität  München sogenannte „Kompass-Zellen“ nachgewiesen. Die Forellen sind verwandt mit den Lachsen, die teilweise tausende von Seemeilen zurück zu ihren Laichgebieten ziehen, den Weg zu Ihrem Heimatfluss finden. Ihre Riechschleimhaut enthält das magnetische Eisenoxid Magnetit. Informationen über Magnetfelder werden in Nervenimpulse umgewandelt – die Tiere sind in der Lage, sich anhand dieses inneren Kompass am Erdmagnetfeld zu orientieren. Der Effekt wird seit über fünfzig Jahren auch an Brieftauben erforscht und auch an grossen Säugetieren lässt sich die hierfür typische Nord-Süd-Ausrichtung feststellen – in der Nähe von West-Ost ausgerichteten Hochspannungsleitungen ist der Orientierungssinn der Tiere irritiert – sie richten sich unter diesem Einfluss ebenfalls plötzlich in Ost-West-Richtung aus. Auch die Unterwasserleitungen von Offshore-Windparks stört auf diese Art den Orientierungssinn der Fischschwäme. Es genügt also nicht, auf den SAR-Wert beim Handykauf zu achten und sich einen Rosenquarz gegen Elektrosmog im Büro auf den Tisch zu stellen – wir sind nicht alleine betroffen.

Sie kommen wieder

© uschi dreiucker / PIXELIO

Alles ist miteinander verbunden – dem Wunder dieser so schlicht klingenden Bemerkung auf der Spur zu bleiben ist die wohl sinnstiftendste Art von Forschung überhaupt.

Die Forscher halten für möglich, dass auch der Mensch in früherer Zeit über magnetitbildende Zellen verfügte und hiervon eventuell heute noch Reste nachweisbar wären. Na ja, nützlich wäre sie in jedem Fall – diese menschliche Zelle, die den Orientierungssinn wiederherstellt…:-)