Auswilderungsprojekte – Raubtier und Mensch in Koexistenz

Reisen und Lernen für Nachhaltigkeit

Wenn in urbanen Regionen Europas ausser Ratten und Igeln auch zunehmend  Waschbären, Marder, Füchse gemeldet werden, hat dies meist Signalcharakter. Wenn Bären, Luchse und Wölfe sich in „unseren“ Wäldern wieder ansiedeln wird die Berichterstattung panisch. Wir sind nicht mehr gewohnt, Raubtiere in unserer Nähe zuzulassen.

Auswilderungsprojekt Luchse in Deutschland

Auswilderungsprojekte sind gerade in den dicht-besiedelten europäischen Regionen in ihrer Organisation und Umsetzung anspruchsvoll wenn es darum geht, Pläne für eine friedliche Koexistenz zwischen Raubtier und Mensch zu entwerfen. Zu gross scheinen die Interessenkonflikte zu werden, wenn es um den Schutz von Nutztierherden oder wandernden Alpin-Touristen geht.

Nicht nur staatliche Organisationen sondern eine steigende Anzahl privater Initiativen und Institutionen beschäftigt sich mit der Aufgabe, zuverlässige monitoring-Methoden zu entwickeln um verwertbare Erhebungen und Zahlen zur Populationsentwicklung zu bekommen. Darüberhinaus steht im Mittelpunkt dieser Aktionen die  Erforschung der Lebensweise von Raubtieren in der heutigen Kulturlandschaft die im europäischen Raum kaum mehr Landstriche bietet, welche man als „Wildnis“ bezeichnen könnte.

Welche neuen Verhaltensweisen Wölfe, Bären, Luchse und andere Jäger in Interaktion mit Menschen und auch mit anderen Tierpopulationen entwickeln stellt ein spannendes Forschungsfeld dar.

Nachhaltiges Wildtiermanagement erfordert qualifizierte Öfffentlichkeitsarbeit

Es haben sich bereits hervorragend arbeitende und funktionierende „Biosfera“ etabliert, die unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten (Raubtier/Ökosystem/Bevölkerung/Agrar- u. Landwirtschaft/Tourismus/Gewerbe) inspirierende und funktionierende Pläne zur Entwicklung einer friedlichen Koexistenz von Mensch und Raubtier vorlegen können. Dies sind darüberhinaus wertvolle Muster  für sozio-kulturelle Nachhaltigkeitsprojekte für Mensch und Tier in den sog. Entwicklungsländern.

 

Universität und SchuleRelevant für Fachbereiche wie z.B. Verhaltensforschung/Psychologie/Soziologie aber auch Wirtschaft/Volkswirtschaft/Politik und selbstverständlich Biologie/Evolutionsbiologie/Zoologie sowie Geographie u. vglb. gibt es Angebote für interessierte volunteers.

Aktuelle Regionen für dieses Angebot: Schweiz und Italien

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