Ökologie und Nachhaltigkeit bei Bio-Lebensmittel

Lebensmitteleinkauf mit Transparenz

Wenn wir beim Einkauf von Fleisch, Milchprodukten und Eiern gewissensberuhigt und freudig nach den Artikeln mit Öko-Label, Bio-Zertifikat und denen mit dem Hinweis auf „artegerechte Tierhaltung“ greifen und in Kauf nehmen, dafür mehr zu bezahlen, so können wir leider noch immer nicht sicher sein, wirklich das zu bekommen, was die schönen Bilder von freilaufenden Rindern und Schweinen auf grüner Wiese und glücklichen Hühnern unter blauem Himmel so glauben machen sollen!

Die Richtlinien für artgerechte Tierhaltung und Bio-Zertifikate erlauben ebenso Massentierhaltung, Käfighaltung von Hühnern, „vergasen“ und „zermatschen“ von hunderttausenden nicht-brauchbaren Küken, blutige Kastration von Millionen Ferkeln ohne jegliche Betäubung, Lebendtiertransporte quer durch Europa, Schlachtung durch sogenanntes „Schächten“ was bedeutet, dass die Rinder, Kälber, Pferde, Schweine mit Bolzen oder Betäubungsmittel betäubt werden und dann zum Ausbluten mit durchschnitttener Kehle aufgehangen werden – viele der Tiere sind nicht wirklich hinreichend betäubt und erleben ihren bis zu 10 Minuten dauernden Todeskampf qualvoll bei Bewußtsein… Die Liste ließe sich traurig und skandalös fortsetzen.

Tierschutz, Umweltschutz, Artenschutz

Augen auf beim Fleisch-Einkauf!

Wir achten noch immer in erster Linie darauf, beim Verzehr von „Nutztieren“ selbst nicht krank zu werden – wollen sichergehen, dass kein Antibiotika und andere Chemie oder genmanipuliertes Futtermittel zugesetzt wurde. Die Gesundheit des Menschen steht in der öffentlichen Debatte eindeutig im Vordergrund – ok, wenn die Diskussion mit diesem Fokus fortgesetzt werden soll, wäre doch vonnöten darauf hinzuweisen, dass eine rigide Einschränkung des Verzehrs von Fleisch, Eiern und Milchprodukten nicht nur wesentliche Voraussetzung für eine Agrar-Reform zu artgerechter Tierhaltung und ökologisch-nachhaltiger Produktion von Lebensmitteln darstellt, sondern darüberhinaus einfach auch notwendig, weil es gesünder ist!

Es geht nicht darum, eine vegane Lebensweise zu verordnen sondern- wie so oft im Leben – um das „rechte Maß“ und um eine engagierte Einkaufsweise – um „political correctness“ im Konsumverhalten. Es ist ganz klar: Der Grund dafür, dass wir noch immer skandalöse Massentierhaltung betreiben – jenseits aller Ökologie, Nachhaltigkeit und Ethik – ist die Tatsache, dass wir zum einen unnötig und völlig ungesund alltäglich Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier in Massen verspeisen und die meisten Konsumenten bei der Masse, die sie in sich reinstopfen möchten, selbstverständlich preisgünstig einkaufen wollen.

Eine Agrar-Reform ist dringend notwendig – übrigens muss hierzu auch mehr Anerkennung und Verständnis für landwirtschaftliche Betriebe in die öffentliche Debatte einfliessen.  Eine solche Reform muss jedoch von uns allen mitgetragen werden – jeder kann dazu beitragen ! Wir fordern mehr Transparenz beim Lebensmitteleinkauf – dann sollten wir auch die unterstützen, die auf diese Forderung reagiert haben, die sich trotz wirtschaftlichem Risiko darauf verlassen, dass wir für diese Produkte Umwege beim Einkaufen in Kauf nehmen, einen höheren Preis bezahlen, uns etwas bescheiden und auf Qualität statt Quantität setzen! Wir müssen durch unsere Konsumentscheidung die Betriebe stützen, die konsequent ein artgerechtes (Nutz-)Tierleben schützen – und dies ist zwischenzeitlich in jedem Zipfel unseres Landes möglich.

Ganz klar sei hier nochmals darauf hingewiesen, dass wir uns im allgemeinen darüber freuen, wenn eine steigende Anzahl von Bio-Produkten in den Supermärkten zu finden ist – dies belegt zumindest die gute Absicht einer Vielzahl von Käufern  – doch dies ist kein Grund zu blindem Vertrauen und es ist einfach gut, die Augen aufzuhalten und genau hinzusehen. Bio-Produkte beim Kauf vorzuziehen ist auf jeden Fall besser, als gar kein statement abzugeben – aber sich genau anzusehen, wie die Tiere wirklich gehalten werden ist die unschlagbar beste Methode für eine Öko-Bio-Einkauf 🙂

Getreu dem WWF-Motto „Wir sind der Schwarm!“ sagen wir, BLUEWORK kann auch hier stattfinden: Informiert andere und unterstützt verantwortungsbewußt, human und nachhaltig arbeitende Landwirte und Produzenten!

Hier eine kleine link-Sammlung und BITTE WEITERSAGEN! Danke!

http://www.neuland-fleisch.de/verbraucher/einkaufen.html

http://www.uria.de/index.php?idcat=1

http://www.wwf-jugend.de/durchstarten/fleischfrage/hintergrund/

http://gefluegelhof-wirtz-telohe.de/ueber_uns.html

 

 

Umweltschutzpolitik und social networking

WWF-Aktion „Wir sind der Schwarm“

Wenn Gruppen zwischen 20 und 100 Jugendlichen, zumeist aus naturwissenschaftlichen Oberstufenkursen, sich dazu entscheiden bei der Durchführung eines Blauen Studienfachprogrammes Meeresbiologie Ozeanographie und Ökologie während ihrer Klassenstudienfahrten ein- oder mehrtägige Freiwilligeneinsätze für Natur und Umwelt einzuplanen, so ist dies für uns immer wieder mit hohem Organisationsaufwand verbunden. Man sollte es kaum glauben, aber es ist alles andere als einfach die hochmotivierten jungen Leute wirklich zum Einsatz zu bringen  – sowohl auf regional-lokaler als auch auf Bundes- oder Landesebene bremsen überbürokratisierte Strukturen und teilweise auch schlichte Uninteressiertheit das freudige Engagement aus und auch bei national und international agierenden Tier- und Naturschutzorganisationen läuft unter „Mitmach-Aktion„oft nur ein Spendenaufruf oder das Angebot für eine Tier- oder Baumpatenschaft – sicherlich ebenfalls, aber eben nicht einzig sinnvoll.

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Jedes Jahr haben wir hunderte von Teilnehmern an unseren Programmen die sich bei Aktionen von Flurbereinigungen, Strandsäuberungen, Bestandsaufnahmen, Renaturierungsarbeiten, Bau von Hege-, Pflege – und Bruteinrichtungen, Aufforstungsarbeiten oder Tierzählungen und auch im urbanen Bereich für Instandhaltungsarbeiten an Grünflächen,Parkanlagen und in sozialen Flächen beteiligen möchten und selbstverständlich werden wir auch 2013 unser Bestes geben, dies zu organisieren und geeignete Partner hierzu zu finden.

BLUEWORK soll natürlich nicht nur an ein oder zwei Tagen im Jahr stattfinden – ein tolles Beispiel dafür, wie man sich auch als social networker sinnvoll in die community für den Erhalt von Natur und Umwelt einsetzen kann, ist die aktuelle Aktion des  WWF „Wir sind der Schwarm“. Aktuellen Zahlen zufolge sind die europäischen Fischbestände im Jahr 2022 leergefischt, wenn die Politik hier nicht sofort einschreitende Maßnahmen ergreift. Politik ist nicht nur die Entscheidung einiger weniger – so auch das Motto „Wir sind der Schwarm“.

Sich aktiv an politischer Arbeit zu beteiligen war vielleicht noch nie so leicht wie heute – also hier der link zum WWF – BITTE WEITERSAGEN!: http://schwarm.wwf.de/#footer